Arbeit, die zu ihrem Leben passt

Was macht eine OP-Fachkraft? Das Berufsbild!

Sie retten Leben, sind unersetzlich für die operierenden Chirurgen und Chirurginnen und gleichzeitig oft unterschätzt: OP-Fachkräfte. Das Berufsbild des medizinischen Fachpersonals ist vielseitig und nah am Menschen. Wer gerne in einer sozialen Tätigkeit arbeiten würde und Teamarbeit schätzt, ist in diesem Beruf gut aufgehoben. Wir verraten Ihnen, welchen Tätigkeitsfeldern eine OP-Fachkraft nachgeht und wie der Weg dorthin aussehen kann. Doch nicht für alle ist der Beruf im OP etwas, dann sollten Sie sich vielleicht nach Stellenangeboten zur pädagogischen Fachkraft umsehen.

Alles beginnt mit dem richtigen Bildungsweg

Viele Wege führen nach Rom und zwei zur Assistenz in den Operationssaal. Es gibt zum einen die Möglichkeit, eine dreijährige Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann zu absolvieren. Auch bekannt unter dem Begriff Gesundheits- und Krankenpfleger/ -in. Nach dieser ersten Ausbildung kann eine zweijährige Zusatzausbildung zur OP-Fachkraft angeschlossen werden. Alternativ kann sofort die dreijährige Ausbildung zur OTA-Fachkraft absolviert werden. Die Abkürzung OTA steht für operationstechnische/r Assistent/ -in. Die Berufsbilder sind kaum voneinander zu unterscheiden. Beide übernehmen die wichtigen Assistenzaufgaben im Operationssaal.

Diese Aufgaben übernimmt eine OP-Fachkraft während der Operation

Das Aufgabengebiet von OP-Fachkräften ist vielseitig und abwechslungsreich. Sie übernehmen unter anderem die Assistenzaufgaben für die operierenden Ärzte und Ärztinnen. Damit die Teamarbeit gut funktionieren kann, müssen die Fachkräfte die benötigten Arbeitswerkzeuge und Materialien während der OP bereitstellen und den Operierenden reichen können. Selbstverständlich müssen sie darum auch wissen, mit welchen Instrumenten im OP gearbeitet wird und wie die Abläufe sind.

Vor der OP ist nach der OP: Das macht die Fachkraft

Zur Vorbereitung der Operationsinstrumente gehört auch deren Pflege und Desinfektion. Die Hygienerichtlinien im Operationssaal müssen stets eingehalten werden. Zudem müssen die Materialien dokumentiert sowie verwaltet werden, auch diese Aufgaben übernehmen die OP-Fachkräfte. Als Assistierende müssen sie stets die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten und die richtigen Bestellnummern sowie die verwendete Anzahl erfassen, sodass korrekt abgerechnet und nachbestellt werden kann.

Dieses Wissen bringen gute Fachkräfte mit

In der Ausbildung werden verschiedene medizinische Disziplinen gelernt, da die Fachkräfte mindestens 50 unterschiedliche OP-Abläufe kennen müssen, damit eine reibungslose Zusammenarbeit stattfinden kann. Dazu gehört es auch, sich mit hochtechnischen Geräten auszukennen. Der Aufbau des menschlichen Körpers, die Organstruktur und die körperlichen Mechanismen müssen die Fachkräfte bestens verstehen und kennen.

Diese Soft Skills benötigen Fachkräfte

Die Arbeit in einem OP-Saal ist nicht für jeden Menschen etwas. Man muss nicht nur Blut sehen können, sondern auch belastbar sein. Eine vorausschauende Denkweise ist ebenso wichtig wie ein kühler Kopf. Lebensbedrohliche und schwierige Situationen verlangen schnelle und strukturierte Reaktionen. Eine OP-Fachkraft muss den Operierenden stets Sicherheit vermitteln können. Nur mit einer engen Zusammenarbeit kann eine Operation gut verlaufen. Stresssituationen sollte man also gut aushalten können.

Außerdem sollte man ein dickes Fell besitzen, denn der Umgangston im OP-Saal kann rau werden, je lebensbedrohlicher die Krankheiten oder Verletzungen der Patienten und Patientinnen sind und je stressiger der Ablauf der OP. Niemals ist der Ton dabei verletzend oder persönlich gemeint.

Zuletzt sollten OP-Fachkräfte Durchsetzungsvermögen besitzen, um der Arbeit gut nachgehen zu können. Ordentliches sowie gewissenhaftes Vorgehen sollten bei den Tätigkeiten selbstverständlich sein, da dieses Verhalten über Leben und Tod entscheiden kann.

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