Arbeit, die zu ihrem Leben passt

Arbeit in der Pflege – eine gesundheitliche Belastung

Menschen, die in der Pflege arbeiten, sind häufig massiven physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. In der Pflegebranche wird oft über Schlafstörungen, Burnout und Rückenschmerzen geklagt. Es gibt jedoch Tipps und Ratschläge, mit denen Sie den hohen Belastungen entgegenwirken können und Ihre gesundheitliche Verfassung verbessern. Diese stellen wir von der jobs in time medical GmbH Ihnen hier vor.

Häufige Beschwerden in der Pflege und ihre Ursachen

Die Ursachen für Nacken- und Rückenbeschwerden in der Pflege sind eine Konsequenz des häufigen Tragens und An- und Hochhebens von Patientinnen und Patienten. Zudem müssen Pflegekräfte oft unter Zeitdruck arbeiten. Die Belastung durch den Zeitdruck führt dazu, dass Pflegerinnen und Pfleger das Gefühl haben, die Patientinnen und Patienten schlecht zu versorgen. 

Die permanente Konfrontation mit dem Leid von beeinträchtigten oder kranken Menschen kann sogar zu Traumata führen. Hinzu kommt die ständige Auseinandersetzung mit Angehörigen, die ebenfalls psychisch belastend sein kann. Angesichts dieser Umstände ist es nicht verwunderlich, dass Pflegekräfte häufig unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Work-Life-Balance

Ihr Leben sollte derart strukturiert sein, dass Belastungs- und Entspannungsphasen ausgeglichen sind. Natürlich ist das viel schwerer, als es klingt. Scheuen Sie sich nicht davor, Aufgaben an Kolleginnen und Kollegen zu abzugeben, wenn Sie unter Stress stehen und Mehrbelastungen ausgesetzt sind. Daneben sollten Sie unbedingt Ihre Pausen einhalten, auch um sich geistig zu regenerieren. 

Sie sollten zudem Ihre Belastungsgrenzen kennen und diese nicht übersteigen. Achten Sie darauf, Ihre Aufgaben Schritt für Schritt und nacheinander zu erledigen. Wenn Sie versuchen, so viele Aufgaben wie möglich gleichzeitig zu erfüllen, erhöhen Sie dadurch Ihren Stresspegel. Gehen Sie in der Freizeit Ihren Interessen nach oder treiben Sie Sport, um den Kopf freizubekommen, und verbringen Sie Quality Time mit Ihrer Familie und Ihren Freunden.

Gesunder Lebensstil für mehr Belastbarkeit

Ein gesunder Lebensstil führt zu einer höheren Belastbarkeit. Menschen, die einen gesunden Lebensstil pflegen, leiden seltener unter Krankheiten. Zudem werden das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit gestärkt. Achten Sie hierfür auf gesunde Ernährung, trinken Sie ausreichend Wasser und treiben Sie regelmäßig Sport. Hören Sie mit dem Rauchen auf und halten Sie Ihren Alkoholkonsum auf ein Minimum. Ebenso ist es wichtig, auf erholsamen und ausreichenden Schlaf zu achten.

Rückenbeschwerden in der Pflege

In der Pflege wird der Rücken stark beansprucht und muss deswegen geschont werden. Es ist daher wichtig, stets auf ein gesundes Heben zu achten. Das bedeutet, dass die Bauch- und Rückenmuskeln angespannt werden und die Kraft aus den Beinen genutzt wird, um aus der Hocke herauszuheben. Führen Sie Ihre Bewegungen beim Heben langsam und kontrolliert aus. Zudem sollten Sie pflegebedürftige Personen nur unter der Mithilfe mindestens einer weiteren Kollegin oder eines Kollegen heben.

Belastungen in der Pflege – Symptome

Seien Sie stets ehrlich mit sich selbst. Es ist manchmal schwer zuzugeben, dass die Belastungen auf der Arbeit zu viel werden. Schließlich will man nicht als schwach gelten. Oft werden deswegen Symptome unterschätzt, wodurch sich langfristige gesundheitliche Schäden entwickeln können. Lassen Sie sich regelmäßig von einer Ärztin oder einem Arzt untersuchen. Besonders folgende Anzeichen sollten Sie ernst nehmen.

  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Muskuläre Verspannungen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit und Aggressivität
  • Herzrasen
  • Unbegründete Traurigkeit
  • Angstzustände
  • Depressionen

Suchen Sie sich Hilfe und Unterstützung

Machen Sie eine kostenfreie Pflegeberatung, wenn Sie Symptome und Leidensdruck verspüren. Im Rahmen einer Pflegeberatung werden Sie über Hilfsmittel, Entlastungsangebote, Einrichtungen und psychische Unterstützungsmittel aufgeklärt. Auch sollten Sie mit Kolleginnen und Kollegen einen offenen Umgang über Beschwerden und Belastungen im Pflegeberuf pflegen und sich regelmäßig austauschen.

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