Arbeit, die zu ihrem Leben passt

Altenpflege in Zeitarbeit – das sind die Vorteile

Altenpflegepersonal wird von der Gesellschaft oft sehr wertgeschätzt. Vor allem diejenigen, die selbst schon in Kontakt mit alten und pflegebedürftigen Menschen getreten sind, können sich gut vorstellen, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Altenpflege tatsächlich ist. Obwohl es viele Stellenausschreibungen für das geschulte Personal gibt, kann es sich lohnen, auf Zeitarbeit in der Pflege zurückzugreifen. Wann das der Fall ist, verraten wir Ihnen mit unserer Expertise.

Die Zeitarbeit und der schlechte Ruf

Zunächst einmal klären wir darüber auf, ob der schlechte Ruf, den Zeitarbeit genießt, tatsächlich auch in der Altenpflege von Bedeutung ist. Vertraut man den Stimmen rund um die Leiharbeit, so werden die Stellen schlecht bezahlt und die Arbeitskräfte ausgenutzt. Doch dem ist nicht so, vor allem in der Pflegebranche herrscht ein akuter Mangel an gutem Personal. Dadurch sind Zeitarbeitsfirmen in der Lage, ihren Angestellten mehr Geld zu bezahlen als allgemein behauptet wird.

Der Mangel an Pflegepersonal in einer Einrichtung kann dazu führen, dass Aufsichtsbehörden Auflagen verhängen wie beispielsweise einen Aufnahmestopp von Bewohnern und Bewohnerinnen. Darum stellen die Betreibenden häufig Leiharbeitskräfte zu guten Konditionen ein, wenn sie anderweitig kein Personal finden können.

Mehr Geld durch Leiharbeit

Pflegekräfte, die in Zeitarbeit zu einer Pflegeeinrichtung vermittelt werden, werden meistens auf Honorarbasis zu einem zuvor vereinbarten Stundenlohn eingestellt. Dieser ist oft höher als die Gehälter des von der Einrichtung eingestellten Personals. Denn die Verhandlungsbasis einer Leiharbeitsfirma ist deutlich stärker als die einer einzelnen Person.

Bessere Arbeitsbedingungen durch Leiharbeit

Auch die Arbeitsbedingungen sind für Pflegekräfte in Zeitarbeit meistens deutlich besser als die der Festangestellten. Das liegt daran, dass die von außen kommenden Kräfte selbst festlegen können, wann sie arbeiten können und wollen. Manchmal dürfen sie sich sogar die Schichten aussuchen und verfügen über ein Mitspracherecht. Selten müssen Leiharbeitskräfte in einer Springer-Position arbeiten und haben an freien Tagen auch tatsächlich frei, statt jemand Krankes zu ersetzen.

Eine geringere Belastung bei der Arbeit

Soziale Berufe benötigen eine Distanz zum örtlichen Geschehen. Nach Feierabend die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen ist dafür essenziell. Das kann nicht jeder Mensch und auch professionelle Pflegekräfte tun sich manchmal schwer damit, emotional abzuschalten. Doch Leiharbeitnehmende haben oft eine geringere Nähe zum Team, zur Einrichtung und zu den damit einhergehenden Problemen. Die Verantwortung ist deutlich geringer. Das erleichtert es ihnen, den Feierabend tatsächlich zu genießen, statt sich weiterhin Gedanken um die Arbeit zu machen.

Viele Pflegekräfte opfern sich oft für ihre Arbeitskollegen und Kolleginnen auf oder schieben extra Stunden, um den Bewohnern und Bewohnerinnen noch etwas mehr Zeit widmen zu können. Dadurch steigt die psychische Belastung enorm. Von diesen Auswirkungen bekommen Leiharbeitende seltener etwas mit.

Die Nachteile der Leiharbeit in der Pflege

Die Vorteile und die Extrabehandlung der Leiharbeitskräfte wirken sich leider negativ auf die Stammkräfte einer Einrichtung aus. Oft kommt es bei der Ungleichbehandlung zu Neid, was das Arbeitsklima erschwert. Dadurch kommen die Pflegekräfte schwerer in das Team hinein, was nicht nur die Arbeitsbedingungen unnötig verschlechtert, sondern auch Teamarbeit verkompliziert. Das Personalmanagement hat durch die verschiedenen Mitarbeitenden einen Mehraufwand und die Verwerfungen innerhalb des Teams müssen mit viel Fingerspitzengefühl geglättet werden.

Ein weiterer Nachteil für Leiharbeitende ist der Mangel an Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen. Darunter zählen die Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Für die Pflegeheime ist die Einsparung des Kostenaufwands jedoch positiv zu bewerten. Das könnte sich gesetzlich jedoch bald ändern und die Beitragszahlungen müssen von den Heimen übernommen werden.

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